Das Buch "Die Informationsbarriere" handelt von hierarchischen Orga­ni­satio­nen und deren Verfall infolge zunehmender Informa­tions­verfäl­schung sowie von Menschen, die den Nieder­gang herbeiführen und darunter zu leiden ha­ben. Die selbst verschul­deten Schieflage von Un­ternehmen, der planlose Ver­lauf der Energiewende und die EURO-Krise beruhen zu ei­nem nicht geringen Teil auf Fehleinschät­zungen mangels wahrer Informa­tionen und Sach­kenntnis sowie dem bewussten Vertu­schen absehbarer Risiken und Fehlentwicklungen. Und auch die un­kontrollierte Öffnung der deutschen Grenzen in der Flücht­lings­krise sowie die darauffolgende staat­liche Werbekampagne und Manipula­tion der Bevölkerung im Sinne der ausgerufenen Will­kommenskultur zeigen alle Merkmale und Begleiter­scheinungen einer im Niedergang befindli­chen Ordnung. So berechtigt Kritik an einzel­nen unfähigen oder macht­gierigen Leit­figuren ist, sind de­ren persönli­che Verfehlungen jedoch nicht die eigentliche Ur­sache von Desastern im großen Stil, sondern erst das Bezie­hungsgeflecht und die wechsel­seitigen Abhängigkeiten zwi­schen Menschen und Organisati­onen, befördern, verstärken und vervielfachen die Fehler Einzelner und lassen sie im schlimms­ten Fall zu globalen Krisen anwachsen.

Die rasante technische Entwicklung lässt unser Wis­sen explosionsartig anwachsen. Doch gerade deswe­gen werden Menschen unwissen­der. Denn weil sie nicht mehr benötigte Fer­tigkeiten verlernen oder weil sie erprobtes Wissen gegen unterhaltsameres Halb­wissen eintau­schen,  können sie dem Wissensfort­schritt nicht folgen. Und weil man im Internet neben Wissen­schaftlichkeit, Weisheit und Klugheit in gleich­berechtigter Weise auch Unvollkommenheit, Irrtum, Propaganda, Täu­schung, Lüge, Aberglauben und Un­sinn findet,  macht auch die wachsende Informations­fülle die Menschheit nicht automatisch klüger, sondern führt zu einer neuen Art von Unwissenheit und Dumm­heit. Deren Ursache ist nicht Informationsmangel, sondern das Übermaß an Information. Um den Wan­del des Wissens in einer Zeit des Umbruchs zu be­schreiben hat Günther Meinhold ein Zustandsmodell der Wissensqualität – den Wissenswürfel -  definiert. Anhand des Wissenswürfels zeigt er die Möglichkeiten auf, wie aus Unkenntnis wertvolles und weniger wertvolles Wissen entsteht, und  ebenso beleuchtet er die zahlreichen Wege, auf denen Wissen verloren geht, und wie man die Irrwege vermeiden kann.

IT-Landschaften besitzen aufgrund ihrer umfangreichen Funktionalität eine hohe Komplexität. Die Notwendigkeit von Komplexität und die Schwierigkeit, sie zu beherr-schen und auf das notwendige Maß zu begrenzen, macht sie zum Wesen und Fluch des Digitalen Business. Komplexitätsreduzierung gehört deshalb zu den Zielen eines jeden IT-Großprojektes und erst recht einer Digitalen Transformation. Den Ankündigungen, die Komplexität von IT-Systemen, Geschäftsprozessen und Produkten zu verringern, fehlt allerdings häufig die Messlatte, an der sich Erfolg oder Misserfolg ablesen lassen. Die Schwierigkeiten beginnen bereits bei der Definition des Begriffs Komplexität, die vage und unbestimmt bleibt. Doch was man nicht klar definiert hat, kann man nicht messen und bewerten. Und was man nicht messen und bewerten kann, kann man nicht managen. Um besser zu verstehen, welche Art von Komplexität für eine IT-Landschaft unentbehrlich ist und welche lediglich die Kosten treibt oder Änderungen zum unkalkulierbaren Risiko werden lässt, braucht man ein konzeptionelles Fundament. Ein solches stellen wir in diesem Buch vor. Seine Methoden, Kennzahlen und Visualisierungen sind geeignet, die Komplexität von Geschäftskomponenten, IT-Systemen und ihrer wechselseitigen Kopplung in systematischer Weise zu erfassen und vergleichbar zu machen. So erhalten Manager, Unternehmens-Architekten und Projektleiter das Rüst-zeug, um die Komplexität des Digitalen Business konstruktiv und ganzheitlich zu managen.